Die italienischen Kartoffelnudeln Gnocchi sind dir bestimmt ein Begriff. Doch hast du schon mal von Tofu-Gnocchi gehört? Wenn nicht, hast du bisher etwas verpasst. Diese Version der Nudeln ist noch einfacher gemacht als klassische Kartoffelgnocchi und schmeckt sogar fast besser. Zusatzpunkt: Diese Variante ist sehr proteinreich. Hier folgt das Rezept.
So machst du Tofu-Gnocchi
Tofu hat oftmals einen eher mittelmäßigen Ruf. Dem Fleischersatz aus Sojabohnen wird nachgesagt, dass er langweilig schmecke oder sogar nach gar nichts. Dabei ist genau dieser milde Geschmack die Stärke des Tofus: Er lässt sich zu allerlei Gerichten verarbeiten, ob süß oder herzhaft. Ich habe neulich diese Tofu-Gnocchi entdeckt und war direkt begeistert.
Gnocchi stammen ursprünglich aus Norditalien, genauer gesagt den Regionen Lombardei, Piemont und Veneto. Dort sind sie ein klassischer erster Gang einer italienischen Menüfolge, die oftmals Pasta nach der Vorspeise und vor dem Fleischgang serviert. Aus dem stiefelförmigen Land heraus verbreiteten sich die kartoffeligen Teigwaren schließlich auch über den Rest der Welt. In den letzten Jahren sind unkonventionellere Zubereitungsformen beliebter geworden. Gnocchi aus Kürbis, Süßkartoffeln und sogar Ricotta sind heute an der Tagesordnung. Eine Version jedoch, die ich noch nicht kannte, sind diese Tofu-Gnocchi.
Tofu-Gnocchi sind super, denn sie schmecken nicht nur gut, sondern lassen sich fix zubereiten, ohne dass du vorher Kartoffeln kochen musst. Gleichzeitig sorgt Tofu, der aus Sojabohnen besteht, für einen hohen Proteingehalt. Dieser ist besonders für Menschen wichtig, die viel Sport treiben. Gleichzeitig machen die Gnocchi dadurch lange satt.
Die Zubereitung von Tofu-Gnocchi ist sehr einfach. Tupfe einen Block festen Tofu mit einem Küchentuch trocken und zerbrösele ihn ganz fein. Mische die Brösel mit Öl, Salz und Hefeflocken und arbeite nach und nach Mehl ein. Hier kannst du entscheiden, worauf du Lust hast: Weizenmehl ist möglich, ebenso wie Kichererbsen- oder Reismehl. Forme den fertigen Teig zu langen Rollen und schneide diese in gleichmäßige Stücke. Diese brauchen nur kurz gekocht zu werden, dann kannst du sie knusprig anbraten.
Du kannst Tofu-Gnocchi wie Kartoffelgnocchi verarbeiten und daraus leckere Gerichte zaubern wie diese Kürbis-Gnocchi-Pfanne oder diese Version mit Schmand und Hackfleisch. Oder wie wäre es mit Gnocchi in cremiger Tomatensoße?

Tofu-Gnocchi
Zutaten
- 750 g Tofu fest
- 4 EL Olivenöl
- 4 EL Hefeflocken optional
- Salz nach Geschmack
- 250 g Mehl nach Wahl
Zubereitung
- Tupfe den Tofu mit Küchenpapier trocken. Zerbrösele ihn dann und mische ihn mit Olivenöl, Hefeflocken (optional) und Salz.
- Arbeite nun nach und nach das Mehl ein, bis du einen formbaren Teig erhältst.
- Rolle den Teig zu langen dünnen Rollen aus und schneide diese in einzelne Gnocchi.
- Bringe einen Topf mit Salzwasser zum Kochen und lass die Gnocchi darin ziehen, bis sie an die Oberfläche schwimmen. Schöpfe sie heraus und lass sie abtropfen.
- Erhitze abschließend etwas Olivenöl in einer Pfanne und brate die Gnocchi knusprig an.