Blätterteig, der goldbraun knuspert, eine cremige Ricotta-Spinat-Füllung mit feinem Parmesan und ein Hauch Muskatnuss – klingt nach purem Genuss, oder? Dieser Ricotta-Spinat-Strudel ist die perfekte Mischung aus herzhaft, würzig und zartschmelzend. Ob als Hauptgericht, Snack oder für Gäste, er ist immer eine gute Idee.
So bereitest du den Spinat-Ricotta-Strudel zu
Kaum ein Gebäck ist so vielseitig wie der Strudel. Ob herzhaft oder süß, knusprig oder cremig: Dieser gerollte Genuss hat eine lange Tradition, die weit über die österreichischen Kaffeehäuser hinausreicht. Doch woher kommt der Strudel eigentlich?
Seinen Ursprung haben Strudel wohl im Orient, dem heutigen Nahen Osten, wo bereits vor Jahrhunderten hauchdünne Teigblätter mit Nüssen, Honig oder würzigen Füllungen geschichtet wurden – das beste Beispiel: Baklava. Über das Osmanische Reich gelangte diese Technik dann nach Mitteleuropa, besonders ins heutige Ungarn und Österreich. Dort wurde sie weiter verfeinert und mit regionalen Zutaten kombiniert. Der Wiener Apfelstrudel ist wohl das berühmteste Beispiel dieser Entwicklung.
Heute ist das Strudel-Gebäck ein Ergebnis von Kulturaustausch, Experimentierfreude und handwerklichem Können. Traditionell wird Strudel nämlich mit einem hauchdünnen, elastischen Teig hergestellt, der extrem dünn ausgezogen wird, sodass man ohne Probleme hindurch sehen kann. Den Strudelteig herzustellen erfordert also etwas Übung. Aber zum Glück gibt es Alternativen. Aus Blätterteig, Filoteig oder sogar Quark-Öl-Teig kannst du ebenso wunderbar Strudel zubereiten. Das ist ein bisschen einfacher und braucht weniger Zeit.
Aus diesem Grund sieht auch unser Spinat-Ricotta-Strudel viel aufwendiger aus, als er eigentlich ist. Gerade, wenn du nach einem schnellen Wohlfühlrezept auf der Suche bist, ist dieses Gericht genau das richtige. Für die Spinat-Ricotta-Masse dünstest du den Spinat mit Zwiebeln und Knoblauch an, bis er in sich zusammenfällt. Danach rührst du den Ricotta unter und würzt mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss. Anschließend verteilst du die Masse auf einer Rolle Fertigblätterteig und rollst daraus den Strudel. Nachdem du ihn mit verquirltem Ei bestrichen hast, muss er für circa eine halbe Stunde in den Ofen. Oder du backst ihn im Airfryer. Nach kurzem Abkühlen kannst du ihn genießen. Guten Appetit!
Erweitere dein Repertoire an Strudel-Rezepten mit diesem hier für Blätterteigstrudel mit Blauschimmelkäse und Spinat. Oder du verköstigst unseren leckeren Pesto-Strudel mit Blätterteig und Mozzarella. Und zum Nachtisch gibt es diesen wunderbaren Cranberry-Quark-Strudel. Noch unschlüssig, was du heut kochen sollst? Unser Koch-Bot versorgt dich mit den passenden Ideen!

Spinat-Ricotta-Strudel
Zutaten
- 1 Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe
- 1 1/2 EL Olivenöl
- 500 g Spinat
- 200 g Ricotta
- 50 g Parmesan gerieben
- 1 EL Semmelbrösel
- 1/2 TL Muskatnuss gerieben
- Salz und Pfeffer nach Geschmack
- 1 Packung Blätterteig aus dem Kühlregal
- 1 Ei
Zubereitung
- Heize den Backofen auf 200 °C (Ober-/Unterhitze) oder 180 °C (Umluft) vor und lege ein Backblech mit Backpapier aus. Schäle Zwiebel und Knoblauch und hacke beides fein.
- Erhitze Olivenöl in einer Pfanne und dünste Zwiebeln und Knoblauch darin glasig an. Gib den Spinat dazu und lass ihn zusammenfallen. Falls er viel Flüssigkeit zieht, gieße diese ab. Nimm die Pfanne vom Herd und rühre Ricotta, Parmesan und Semmelbrösel unter. Würze die Mischung mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer.
- Rolle den Blätterteig auf dem Backblech aus. Besteiche den Teig gleichmäßig mit der Spinat-Ricotta-Masse. Lass dabei ca. 1 cm Platz zu den Rändern. Rolle den Blätterteig von einer Längsseite her auf und drücke die Ränder gut zusammen, damit die Füllung nicht auslaufen kann. Lege den Strudel mit der Naht nach unten auf das Backpapier. Verquirle das Ei und bestreiche den Strudel damit.
- Backe den Spinat-Ricotta-Strudel für ca. 25–30 Minuten, bis er goldbraun und knusprig ist.
- Lass ihn kurz abkühlen und schneide ihn dann in Scheiben.