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Kennst du Prüllkers? So machst du das ostfriesische Hefegebäck selbst

Hast du schon einmal Prüllkers gegessen? Die frittierten Hefeteilchen aus Ostfriesland sind echte Leckerbissen. So werden sie gemacht!

Prüllkers: ostfriesisches Hefegebäck auf einem Teller, bestäubt mit Puderzuker, daneben eine Tasse Kaffee.
© Midjourney: Dieses Bild wurde mit Hilfe einer KI erstellt.

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Eigentlich isst man sie zu Silvester, sie passen aber auch zum Karneval und schmecken Einheimischen sowieso das ganze Jahr über: Prüllkers. Das ostfriesische Hefegebäck wird mit Rosinen verfeinert und in Öl frittiert. Oft bekommt man es auch auf Jahrmärkten, mit diesem Rezept kannst du es dir aber ganz einfach zu Hause zubereiten.

Prüllkers: So gelingt das ostfriesische Hefegebäck

Prüllkers werden je nach Region auch Schwemmertjes, Krapfen oder Ochsenaugen genannt. Zugegeben, eine leichte Mahlzeit ist das frittierte ostfriesische Hefegebäck nicht gerade. Aber manchmal muss man sich eben einfach etwas gönnen. Und Prüllkers sollte jeder einmal im Leben probiert haben, ob Ostfriese oder nicht.

Ich kenne Prüllkers noch aus meiner Kindheit. Der Mann meiner Tante stammt aus der Nähe von Leer, sodass wir früher öfter Urlaub auf seinem Hof gemacht haben. Neben dicken Kandiszuckerstücken, die wir wie Bonbons lutschten, liebten wir auch das ostfriesische Hefegebäck. Na gut, gesund waren unsere Besuche im hohen Norden wohl nicht, aber genussvoll dafür umso mehr.

Um die Hefeteilchen selbst zu machen, braucht man nicht viele Zutaten, dafür aber ein wenig Zeit. Wie so oft bei Hefeteigen muss auch dieser hier erst einmal ein wenig ruhen, um zu wachsen. Aber bevor es so weit ist, werden die Zutaten verarbeitet: Zunächst erwärmt man Milch, um darin frische Hefe und etwas Zucker aufzulösen. Danach verknetet man die Milch mit Mehl, Butter, Eiern und Salz. Ist ein geschmeidiger Teig entstanden, kommen noch Rosinen dazu.

Nachdem der Teig eine Stunde lang gehen konnte, wird er portionsweise in heißem Öl frittiert. Am besten lässt man ihn im Anschluss auf Küchenpapier abtropfen. Vor dem Servieren wird das ostfriesische Hefegebäck dann nur noch mit Puderzucker bestäubt und kann genossen werden.

Probiere auch mal diese leckeren Apfelkrapfen oder Berliner aus der Heißluftfritteuse. Auch Nonnenfürzle aus dem Schwäbischen sind kleine Leckerbissen, die du dir nicht entgehen lassen solltest. Weitere Ideen liefert dir unser Koch-Bot.

Prüllkers: ostfriesisches Hefegebäck auf einem Teller, bestäubt mit Puderzuker, daneben eine Tasse Kaffee.

Prüllkers: ostfriesisches Hefegebäck

Franziska
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Zubereitungszeit 45 Minuten
Ruhezeit 1 Stunde 10 Minuten
Gesamtzeit 1 Stunde 55 Minuten
Portionen 35 Stück

Zutaten
  

  • 250 ml Milch
  • 1 Hefewürfel
  • 500 g Mehl
  • 70 g Butter
  • 3 EL Zucker
  • 3 Eier M
  • 1 Prise Salz
  • 200 g Rosinen oder nach Belieben
  • Öl zum Frittieren
  • Puderzucker

Zubereitung
 

  • Erwärme die Milch in einem Topf und brösele die Hefe und 1 EL Zucker hinein. Rühre, bis sich beides aufgelöst hat. Lass das Ganze 10 Minuten stehen.
  • Gib das Mehl in eine Schüssel und gieße die Milch dazu. Gib auch den restlichen Zucker, die Eier und das Salz dazu und verknete alles zu einem geschmeidigen Teig.
  • Knete die Rosinen ein.
  • Lass den Teig zugedeckt für 1 Stunde an einem warmen Ort ruhen, sodass er sein Volumen vergrößern kann.
  • Erhitze nach der Ruhezeit in einem großen, hohen Topf ausreichend Öl zum Frittieren. Das Öl sollte 170 °C erreichen.
  • Stich mit einem Löffel Portionen vom Teig ab und lass sie vorsichtig ins Öl gleiten. Backe die Teiglinge im Öl aus, bis sie eine goldbraune Farbe angenommen haben.
  • Lass die Hefebällchen auf einem Küchentuch abtropfen und bestäube sie vor dem Servieren mit Puderzucker.